Brettspiel-Variante Pferdemist
Pferdemist ist die "Königsvariante" dieses Spieles. Der höchste Schwierigkeitsgrad, die längste Spieldauer und das größte Geschick sind bei dieser Brettspielvariante gefragt.
Tipp: Beginnen Sie zunächst mit den einfacheren Spiel-Varianten, die jeweils aufeinander aufbauen. Wählen Sie dazu die Solitär-Varianten oder die Spiele zu zweit wie das Spiel der Pferde.
Pferdemist ist für zwei, besser jedoch vier Spieler gedacht.

Anzahl Spieler:
2 oder 4
Benötigte Figuren und Karten:
Je ein Pferd, ein Bauer, der Hase sowie der Jäger. Bei dieser Spielvariante werden alle Pferdemist- und Gemüsekarten benötigt.
Ziel dieser Spielvariante:
seinen Garten noch vor dem Gegner vollständig mit Gemüse zu bepflanzen.
Spielablauf:
Bei zwei Spielern wird auf einem halben Spielfeld gespielt. Wird die Brettspiel-Variante Pferdemist mit vier Spielern gespielt, wird das ganze Spielfeld verwendet.
Die Spielfigur Pferd
Wie bei allen Spielvarianten mit den Pferden springen auch hier die Pferde abwechselnd von der Pferdekoppel aus und hinterlassen nach jedem Sprung Mist. Die Zugmöglichkeit des Pferdes besteht im Rösselsprung (ein Feld nach vorne und zwei zur Seite oder zwei Felder nach vorne und ein Feld zur Seite). Das neue Feld ist also immer andersfarbig als das Ausgangsfeld. Von hellgrün auf dunkelgrün und umgekehrt.
Die Spielfigur Bauer
Es gesellt sich nun der Bauer dazu (Georg, gelb, beginnt) und die Pferde dürfen nicht mehr in die Gärten. Gemächlich wie ein König steht der Bauer auf dem Feld mit dem Gartentor und stolziert von Feld zu Feld, immer einen Schritt in die Richtung, die ihm gerade gefällt.
Hat er ein Feld vor sich, auf dem sich Pferdemist befindet, möchte er natürlich nicht hineintreten. Deshalb darf er über diese Felder drüberhüpfen. Geradeaus oder diagonal, was für den Bauern in diesem Moment einfach besser ist.
Wenn der Bauer gegnerischen Pferdemist überspringt, kann er ihn einsammeln und in seine Schubkarre einladen. Er kann sich aber auch entscheiden, den Pferdemist einfach liegen zu lassen. Wenn er sich auf den Rückweg macht und kommt wieder auf seinem Gartentor an, erhält er für seinen Fleiß und für jedes aufgenommene Pferdemist-Kärtchen ein Gemüsekärtchen. Diese darf er auf beliebigen Feldern in seinem Garten ablegen. Hat er den Garten voll davon, hat er gewonnen!
Die Spielfigur Hase
Gegenüber der Spielvariante Das Mistspiel kommt jedoch jetzt zusätzlich der Hase zum Zug. Der Hase sitzt gemütlich in einer der beiden Hasenhöhlen, welche sucht er sich zu Beginn des Spieles aus.
Sein Ziel ist es, in die gegnerischen Gärten zu springen und dort von Feld zu Feld zu ziehen, um nach und nach Gemüse fressen. Zieht er auf ein Feld, auf dem Gemüse liegt, darf der Hause sich die Rüben einverleiben.
Dabei zieht er wie ein Läufer im Schach, immer diagonal soweit er will. Über Pferdemist-Kärtchen kann er sich drüber hinwegsetzen. Andere Figuren, die im Weg stehen, blockieren seinen Weg - diese darf er nicht überspringen.
Der eigene Jäger als auch der Bauer versuchen, dem Hasen den Zugang in den Garten zu verhinderrn. Der Bauer kann sich dem Hasen einfach in den Weg stellen und ihm so den Zutritt versperren. Dann verliert er allerdings Zeit, die er dringend zum Einsammeln des Pferdemistes benötigt. Deshalb holt er sich normalerweise seinen eigenen Jäger zu Hilfe - bei vier Spielern kann er natürlich auch den Jäger eines anderen Mitspielers bitten, ihn zu unterstützen.
Die Spielfigur Jäger
Der Jäger zieht horizontal oder vertikal über eine beliebige Anzahl von Feldern - geradeso wie die Figur Turm im Schach. Der Jäger darf den Hasen einfangen, wenn er auf ein Feld zieht, auf dem sich der Hase befindet.
Ist der Hase gefangen, ist sein Leben ausgehaucht, der Hase darf nicht mehr mitspielen, weil er in der Pferdekoppel eingesperrt ist.
Ist ein Spieler an der Reihe, muss sowohl das Pferd als auch eine beliebige andere Figur (also der Bauer, der Hase oder der Jäger) gesetzt werden. Es ist dabei egal, welche Figur zuerst bewegt wird.
Kann das Pferd nicht gesetzt werden, weil
- das Zielfeld bereits mit einem Pferdemist-Kärtchen belegt ist oder
- das Zielfeld von einer anderen Spielfigur besetzt ist,
darf nur eine Figur bewegt werden.
Ende dieser Spielvariante
Wenn ein Garten vollständig bepflanzt ist, ist das Spiel vorbei.
Taktische Hinweise
Hat der Bauer sein Gartentor auf einem dunkelgrünen Feld, dann sind seine Hasenhöhlen auf hellgrünen Feldern und umgekehrt. Er hat also zwei dunkelgrüne und einen hellgrünen Hasengegner. Es ist folglich besser, sein Gemüse zunächst auf den hellgrünen Feldern auszulegen, auch wenn er zum Gewinnen später noch die dunkelgrünen besetzen muss.

Abbildung einer Spielstuation während der Brettspiel-Variante Pferdemist
Auch das Mistspiel oder die Spielvariante Spiel der Pferde lassen sich zu zweit spielen.
Weitere Spielvarianten, die Sie alleine spielen können, um die Strategie für das Brettspiel Pferdemist zu trainieren, Bauern-Solitaire und Pferde-Solitaire.
Haben Sie genügend geübt und wollen die Spielvarianten für vier Spieler entdecken? Oder wollen Sie das Brettspiel Pferdemist im Team spielen?
